Refluxerkrankung

Die gastroösophageale Refluxkrankheit entwickelt sich wenn der Reflux von Mageninhalt störende Symptome und/oder Komplikationen verursacht. Eine Vielzahl von klinischen Ausprägungen sind unter dem Begriff Refluxkrankheit zusammengefasst wie zum Beispiel die erosive Refluxerkrankung (ERD), bei welcher sichtbare Schleimhautveränderungen im Rahmen der Magenspiegelung nachweisbar sind.

Es können jedoch auch Symptome bestehen, die die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen, ohne dass in der Gastroskopie pathologische Veränderungen zu sehen sehen sind, sodass man in diesem Fall von einer nicht erosiven Refluxerkrankung (NERD) spricht.

Die Diagnosesicherung erfolgt mittels Gastroskopie.

Barrettösophagus

Diese Veränderung der Speiseröhrenschleimhaut kann sich aufgrund einer lange bestehenden Refluxerkrankung entwickeln und stellt ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines Karzinoms der Speiseröhre dar.

Der Nachweis des Barrettösophagus insbesondere mit niedrig- oder höhergradigen Zellveränderungen (Dysplasien) ist entscheidend für eine frühzeitige Therapie z.B. mit Radiofrequenzablation im Sinne einer Vorbeugung von bösartigen Schleimhautveränderungen in der Speiseröhre. lm Rahmen der Radiofrequenzablation wird pathologisch veränderte Schleimhaut mittels Zufuhr von großer Hitze durch Hochfrequenzstrom verödet. Nach der Ablation kommt es zu einer Regeneration der normalen, gesunden Schleimhaut der Speiseröhre.

Gastritis und Ulkus

Unter Gastritis versteht man im Allgemeinen eine Entzündung der Magenschleimhaut, welche durch unterschiedliche Ursachen hervorgerufen werden kann. Als Leitsymptome gelten vor allem Schmerzen im Oberbauch, Völlegefühl bis hin zu Übelkeit und Erbrechen. Unter einem Ulkus (Geschwür) versteht man einen tiefergehenden Substanzdefekt der Schleimhaut. Im Rahmen einer gastroskopischen Abklärung kann durch die Entnahme von Gewebeproben eine zielgerichtete Diagnostik sowie Therapie erfolgen.

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (M. Crohn, Colitis ulcerosa)

Darunter versteht man meist schubweise verlaufende chronische Entzündungen des Magen-Darm-Traktes mit typischen Symptomen wie Bauchschmerzen, Durchfälle (teils mit Blutbeimengungen) aber auch Manifestationen in anderen Organsystemen wie Leber, Gallenwege, Haut, Augen oder Gelenke. Diese komplexen Krankheitsbilder bedürfen in ihrer Abklärung als auch Therapie viel Zeit sowie ein Eingehen auf die individuellen Patientenbedürfnisse durch den betreuenden Arzt.

Infektiöse Durchfallerkrankungen

Die Diagnostik von akuten infektiösen Durchfallerkrankungen gelingt meist umkompliziert durch den Erregernachweis in der Stuhlkultur. Gerade bei chronisch oder protrahiert verlaufenden infektiösen Durchfallerkrankungen sollte man an eine Störung der intestinalen Flora denken (Dysbiose). Häufig lässt sich im Anamnesegespräch die Einnahme von Antibiotika, die solche Störungen des Mikrobioms hervorrufen kann, erheben. Störungen der Darmflora können chronische oder wiederkehrende Infektionen mit dem Bakterium Clostridioides difficile begünstigen. Eine gezielte Diagnostik und Therapie, welche die individuellen Risikofaktoren des Patienten berücksichtigt, sind essentiell. Therapieoptionen sind spezifische Antibiotika sowie bei wiederkehrenden Infektionen oder therapieresistenten Fällen die fäkale Mikrobiotatransplantation („Stuhltransplantation“).

Reizdarmsyndrom, Reizmagen

Das Reizdarmsyndrom ist ein Symptomkomplex, welcher durch chronische (das heißt länger als 3 Monate bestehende oder wiederkehrende) Darmbeschwerden wie z.B. Bauchschmerzen oder Blähungen gekennzeichnet ist, in der Regel mit Stuhlveränderungen einhergeht und den Patienten dadurch in seiner Lebensqualität relevant beeinträchtigt.

Die Diagnosesicherung erfolgt als Ausschlussdiagnostik. Dies bedeutet, dass zuerst Krankheiten, die mit einem ähnlichen Beschwerdebild einhergehen, ausgeschlossen werden müssen.

Analog zum Reizdarmsyndrom geht der Reizmagen (funktionelle Dyspepsie) auch mit > 3 Monate anhaltenden Beschwerden im Sinne von Oberbauchschmerzen, Völlegefühl bzw. vorzeitiges Sättigungsgefühl, Blähgefühl oder Übelkeit/ Erbrechen einher. Auch hier erbringt die endoskopische Abklärung mittels Gastroskopie keine organische Ursache und der Reizmagen ist somit eine Ausschlussdiagnose.

Akute und chronische Leber-, Gallenwegs- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen

Hierzu gehört eine große Anzahl an unterschiedlichen Erkrankungen von Fettleber & Leberzirrhose über virale Leberentzündungen, Autoimmunerkrankungen der Leber bzw. Bauchspeicheldrüse bis hin zu einem Steinleiden im Bereich der Gallenwege etc.

Im Vordergrund steht die labor-chemische sowie bildgebende Abklärung nach genauer Anamnese. Oftmals ist in der Folge auch eine endoskopisch- interventionelle Therapie notwendig. In einigen Fällen ist bei chronisch bzw. schubhaft verlaufenden Erkrankungen eine regelmäßige fachärztliche Kontrolle indiziert.