Gastroenterologie
Endoskopie
- Gastroskopie (Magenspiegelung)
- Koloskopie (Darmspiegelung)
- Enteroskopie (Dünndarmspiegelung)
- Kapselendoskopie des Dünndarms
- ERCP (Untersuchung der Gallenwege und des Bauchspeicheldrüsengangs)
- Fäkale Mikrobiota Transplantation ("Stuhltransplantation")
- Radiofrequenzablation (Verödung von Schleimhaut)
- Polypektomie / endoskopische Mukosaresektion (Entfernung von Polypen)
Gastroskopie (Magenspiegelung)
Videoendoskopische Spiegelung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm zur Abklärung von Beschwerden wie Sodbrennen, Oberbauchschmerzen, Völlegefühl oder chronischen Durchfällen etc.
In vielen Fällen ist die Gastroskopie zur Abklärung einer Blutarmut notwendig. Für die Untersuchung ist es notwendig nüchtern zu sein und bedarf keiner weiteren Vorbereitung durch den Patienten. Eine Entnahme von Gewebeproben ist schmerzlos und kann rasch zu einer Diagnosestellung führen. Unter Sedierung („Schlafspritze“) erfolgt diese Untersuchung schmerzfrei und angenehm für den Patienten.
Als Belegarzt im Rudolfinerhaus kann ich Ihnen die Durchführung der Gastroskopie in der dortigen Endoskopie anbieten.
Koloskopie (Darmspiegelung)
Videoendoskopische Spiegelung des Dickdarms bis zum Übergang in den Dünndarm. Wichtig ist das Einnehmen einer Vorbereitungslösung vor der Untersuchung um eine entsprechende Entleerung des Dickdarms zu gewährleisten. Das ist die Grundvoraussetzung für eine gute Schleimhautbeurteilbarkeit. Nur so ist eine vollständige und gründliche Spiegelung des gesamten Dickdarmes möglich.
Neben der Abklärung von Beschwerden sind oft die Abklärung einer Blutarmut oder der Nachweis von verstecktem Blut im Stuhl Gründe, die zu einer Koloskopie führen. Durch die Sedierung („Schlafspritze“) ist die Untersuchung selbst auch bei Entnahme von Gewebeproben oder Entfernung von Polypen schmerzlos.
Als Belegarzt im Rudolfinerhaus kann ich Ihnen die Durchführung der Koloskopie in der dortigen Endoskopie anbieten.
Enteroskopie (Dünndarmspiegelung)
Die videoendoskopische Spiegelung des Dünndarms wird eingesetzt um Erkrankungen in diesem Bereich zu diagnostizieren und ggf. zu behandeln, die im Rahmen der Gastroskopie bzw. der Koloskopie nicht erreichbar sind. Hauptindikationen sind die Behandlung von Blutungen sowie Diagnostik von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen im Dünndarmbereich.
Meist wird diese Untersuchung erst nach entsprechender Diagnostik des Dünndarms mittels Kapselendoskopie des Dünndarms bzw. MR Enterographie durchgeführt. Die Enteroskopie wird ebenfalls in Sedierung durchgeführt.
Kapselendoskopie des Dünndarms
Durch Schlucken einer Videokapsel, welche sich durch den gesamten Magen-Darm-Trakt bewegt, kann der Dünndarm auf Pathologien wie Blutungen oder entzündliche Schleimhautveränderungen untersucht werden.
Die Untersuchung ist komplett schmerzfrei und unkompliziert für den Patienten.
ERCP (Untersuchung der Gallenwege und des Bauchspeicheldrüsengangs)
Die endoskopische retrograde Cholangiopankreatikografie ist eine Untersuchung der Gallengänge und des Bauchspeicheldrüsenganges bei der mittels Injektion von Kontrastmittel und Röntgendurchleuchtung beide Gangsysteme dargestellt werden können.
Anwendungsgebiete sind die Entfernung von Gallensteinen aus den Gallenwegen, Aufdehnung von Engstellen (Stenosen) sowie Implantation von Stents zum Offenhalten von Engstellen, etc.
Falls die Indikation für eine ERCP bei Ihnen besteht, übernehme ich gerne die Durchführung im Krankenhaus sowie Ihre Betreuung.
Fäkale Mikrobiota Transplantation ("Stuhltransplantation")
Einen besonderen Fokus in meiner langjährigen Tätigkeit im Krankenhaus habe ich auf die Durchführung der fäkalen Mikrobiotatransplantation gelegt.
Die Indikation für diese therapeutische Maßnahme ist eine rezidivierende, also eine in Abständen wiederkehrende, Infektion mit dem Bakterium Clostridioides difficile. Dabei handelt es sich um eine Infektion, welche ausgeprägte Durchfälle verursachen kann und oft trotz initial erfolgreicher Therapie mit speziellen Antibiotika häufig wiederholt auftreten kann.
Bei einer fäkalen Mikrobiotatransplantation, kurz FMT oder Stuhltransplantation genannt, werden Stuhlmikroorganismen eines gesunden Spenders in den Gastrointestinaltrakt eines erkrankten Patienten im Rahmen einer Endoskopie übertragen.
Gerade bei chronisch oder protrahiert verlaufenden infektiösen Durchfallerkrankungen sollte man an eine Störung der intestinalen Flora denken (Dysbiose). Häufig lässt sich im Anamnesegespräch die Einnahme von Antibiotika, die solche Störungen des Mikrobioms hervorrufen können erheben. Störungen der Darmflora können chronische oder wiederkehrende Infektionen mit dem Bakterium Clostridioides difficile begünstigen.
Radiofrequenzablation (Verödung von Schleimhaut)
Die Radiofrequenzablation ist ein modernes, minimalinvasives Verfahren, bei der es durch die Anwendung von Hitze zu einer gezielten Verödung von Gewebe kommt. Die RFA kommt bei Speiseröhrenveränderungen im Sinne eines Barrettösophagus zur Anwendung, wenn dabei niedrig- oder höher-gradige Zellveränderungen nachzuweisen sind. Das Verfahren gilt als sichere und effektive Behandlungsmethode um nachhaltig präkanzeröse Schleimhaut zu entfernen.
Polypektomie / endoskopische Mukosaresektion (Entfernung von Polypen)
Im Rahmen einer Dickdarmspiegelung oder Magenspiegelung ist es möglich endoskopisch sogenannte Polypen (Neubildungen des Schleimhaut) mit Hochfrequenzstrom-Schlinge als auch kalter Schlinge (ohne Strom) zu entfernen. Dies gelingt schmerzfrei und der Polyp kann danach histologisch (feingeweblich) untersucht werden. Im Rahmen von größeren oder flächig wachsenden Polypen, kann zuvor die Schleimhaut mit Flüssigkeit (Kochsalzlösung) unterspritzt werden um eine sichere Abtragung zu gewährleisten.
Die Entfernung von Polypen ist ein integraler Bestandteil der Darmkrebsvorsorge.